Samstag, 9. Juli 2011

[Rezension] Zweiunddieselbe

"Zweiunddieselbe"- Mary E. Pearson
  • Broschiert: 333 Seiten
  • Verlag: Fischer (Tb.), Frankfurt; Auflage: 1 (12. Januar 2011)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 9783596808601
  • ISBN-13: 978-3596808601
  • Preis: 7,99 Euro
  • Buchreihe: Nein  








Inhalt 
Jenna Fox hatte ein schlimmen Autounfall, bei dem sie lebensbedrohlich verletzt wurde. Als sie nach über einem Jahr aus dem Koma erwacht, ist nichts mehr wie zuvor. Körperlich ist sie zwar wieder völlig hergestellt, aber sie hat vieles vergessen. Außerdem verhalten sich ihre Eltern total komisch und ihre Oma, welche sie früher nur Nana genannt hat, ist kalt und abweisend. Und was ist überhaupt mit ihren alten Freunden? Warum meldet sich keiner mehr bei ihr? Jenna ist verwirrt und hat immer mehr das Gefühl, dass irgendetwas nicht stimmt. Dieses Gefühl verstärkt sich noch, als nach und nach Erinnerungen zurückkehren, an die sie sich eigentlich garnicht mehr erinnern sollte...aber was ist nur passiert und wieso hat sie das Gefühl, dass ihre Eltern sie verstecken wollen?
Viel mehr will ich zum Inhalt garnicht verraten, weil ich es besser finde den Roman ohne viel Vorwissen zu lesen.

Meine Meinung
Erstmal direkt etwas, was ich als positiv empfunden habe: Der Roman ist in ziemlich kurze Kapitel eingeteilt, die von einer bis zu etwa 6,7 Seiten gehen. Daher lässt dich das Buch schnell durchlesen, weil man sich immer denkt "ach, ein Kapitel geht noch". 
Es wird aus Jennas Sicht erzählt, sodass man zunächst genauso unwissend ist, wie sie. Und es war interessant alle Teilchen zusammenzusetzen, wie bei einem Puzzle, sodass das Geheimnis um Jenna nach und nach gelöst wurde.
Der Sprache war ziemlich einfach und schlicht, und daher sehr passend, da Jenna nach ihrem Unfall vieles vergessen hat, darunter auch viele Wörter und deren Bedeutung. Trotzdem konnte man die Unsicherheit, Angst, Wut und alle anderen Gefühle gut nachvollziehen.
Abgesehen von Jenna und ihrer Familie wurden noch einige andere Charaktere eingeführt. Besonders zu einer dieser Personen, und zwar Dane, hätte ich gerne mehr erfahren. Denn irgendetwas hat mir ihm nicht gestimmt, aber leider konnte ich nicht genau erfahren, was ihm fehlt.
Die Thematik des Buches hat mir sehr gut gefallen. Und ich habe noch kaum Bücher gelesen, die sich mit dieser Art von ethischen Fragen auseinandersetzen. Ich will ja eigentlich garnicht weiter auf den Inhalt des Romans eingehen, aber die Autorin lässt den Leser hier mit Fragen zurück, auf die es keine eindeutige Antwort gibt: Wie weit darf man in der Medizin gehen? Was macht einen Menschen menschlich? Wie würden wir uns fühlen und entscheiden, wenn wir in einer ähnlichen Situation wären? Denn soweit ist Mary E. Pearsons Idee doch garnicht hergeholt, oder?

Fazit
Das Buch hat mich zum Nachdenken angeregt und das finde ich bei einem Roman toll. Es hat mich gefesselt, ohne eine actionreiche Story bieten zu müssen, was meiner Meinung nach lobenswert ist. Ich habe zwar noch einige Fragen zur Geschichte an sich, die für mich persönlich nicht gelöst wurden, aber alles in allem ist das Buch sehr gelungen! Daher 5 von 5 Sterne von mir.

Kommentare:

  1. Schöne Rezension. Das Buch liegt schon hier bei mir auf dem SuB. Werde es sicherlich bald lesen. Lg Diti

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  2. Deine Rezension hat mir sehr gut gefallen !
    Lg Lisa-Marie

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